Wein, Essen und Krimis
sf. Ein genüsslicher Abend in Unterstammheim, mit geschmackvollen Weinen aus dem Weinkeller von Ruedi und Käthi Frei, mit einem frühlingsleichtem Fünf-Gang-Menu aus der Küche des Gasthof Adler, ausgarniert mit Kurzkrimis von Achim Och aus Zürich.
In der Freitagabendsonne vom 28. Mai, im Rebberg «Landenberger», begrüßten Ruedi Frei und Thomas Frei ihre rund 50 Gäste. Der neue Räuschling 2003 aus dem Weinkeller von Ruedi und Käthi Frei wurde degustiert. Dazu wurde ihnen feine Treberwurstbrötli gereicht. Die Treberwurst kann in den Wintermonaten im „Adler“ genossen werden, beispielsweise mit Lauchgemüse und Kartoffelstock. Dazu gibt es immer ein Fläschen Marc zum Würzen.
Weiter zu Fuss
Zum Programm gehörte der Spaziergang durch die Reben zurück ins Dorf. Der Weinkeller von Käthi und Ruedi Frei konnte besichtigt werden und danach setzten sich alle in die Abendsonne zu einem Gläschen Seyval Blanc. Der Weinstock des Seyval Blanc gilt als eine alte robuste Sorte, der sehr resistent gegen viele Schädlinge ist.
Zu dem interessant fruchtigen Weisswein vom letzten Jahr wurde eine feine Gemüsecrèmesuppe serviert, die mit demselben Weisswein abgeschmeckt worden war.
Nachdem alle die Löffel abgelegt hatten, berichtete Ruedi Frei von seinem Beruf als Winzer, Oenolog und Weinverkäufer. Von der Arbeit im Weinberg und im Weinkeller, die nur mit Hilfe seiner Familie zu bewerkstelligen sei.
Nach diesem Bericht erhob sich auch Thomas Frei, erklärte erst das Rezept seiner Suppe, und lud die Gäste zu einem weiteren kurzen Spaziergang in den nah gelegenen Gemeindehaussaal ein. Hier wurden die weiteren Gänge des Weindegustationsessen serviert und die dazu gehörigen Weine.
Spannendes Essen
Im Unterstammer Gemeindehaussaal wurden die letzten drei Gänge serviert. Es folgte ein Gemüsestrudel an Avodadosauce und Salat, zu dem ein kraftvoller Stammheimer Rosé 2003 eingeschenkt wurde. Die Hauptspeise setzte sich aus Roastbeef Frühlingswald und Spargel mit Pommes Savoyarde zusammen. Frühlingswald bedeutete eine wunderbare Bärlauchsauce und Pommes Savoyrade, Kartoffelscheiben mit Raclettekäse überbacken. Das Ganze abgerundet mit dem Stammheimer Blauburgunder 2003.
Als Letztes wurde der Apfelkuchen nach Adlerrezept und ein Gläschen Stammheimer Kristall 2003 serviert. Der Apfelkuchen war luftig gebacken und der Kristall ist ein erfolgreich kreierter Dessertwein aus der Rieslingtraube.
Davor und zwischen den Gängen wurde den Gästen spannendes erzählt. Achim Och aus Zürich, las fünf von seinen vielen Kurzkrimis vor. Och gehört dem kantonalen Schriftstellerverband an und hat bereits einige seiner Krimis veröffentlicht, unter anderem auch im Tages Anzeiger-Magazin.
Achim Och erzählte die Geschichte von einem Mann, der eine Bank überfällt. Bevor er aber von der ihm bedrohten Bankangestellten das Geld bekommt, löst diese den Alarm aus und er muss ohne einen Rappen flüchten. Später hört er im Radio, dass die besagte Bank um zweihunderttausend Franken beraubt worden war. Entrüstet sucht er die Adresse der Angestellten, den die muss das Geld doch logischerweise entwendet haben, und stellt sie in ihrer Wohnung. Sie aber meint das Geld nicht zu haben, und ausserdem kenne sie sein Gesicht. Wieder ohne Geld ging der Mann nach Hause.
Eine andere Geschichte berichtet von zwei Freundinnen, die eine arm und single, die andere reich und unglücklich verheiratet. So beschliessen sie, das die Arme der Reichen hilft den Mann zu beseitigen, während die Reiche zur Erhohlung wegfährt. Die Arme aber, statt den Mann zu beseitigen, verliebt sich in ihn. Der Mann lässt sich nun scheiden und heiratet die Arme, die ihrerseits der geschiedenen Reichen als Dank weiterhin Geld zukommen lassen will.